Motorradhersteller Jugoslawien

Jugoslawien war zu Zeiten des Kalten Kriegs bekanntlich eines der „liberalsten“ Mitgliedsländer des Warschauer Pakts. Das schlug sich auch in der Industrielandschaft des Vielvölkerstaates nieder. Sie war im Vergleich zu anderen Ostblock-Planwirtschaften relativ leistungsstark innovativ und freizügig. Der Zweiradhersteller Tomos nutzte diese Umstände, und schaffte es so, den Zusammenbruch des Kommunismus zu überstehen und weiterhin Motorräder zu produzieren. Das Unternehmen mit Sitz in Koper (im heutigen Slowenien) ist bis heute aktiv, Mopeds und Mofas laufen dort nach wie vor erfolgreich vom Band. Wenig bekannt ist dagegen, dass sowohl Tomos als auch Ivo Lola Ribar in den Anfängen ihrer Motorradherstellung auf Lizenznachbauten ausländischer Motorradhersteller, die bereits auf dem Markt erfolgreich waren, setzten. Die ersten eigenen Motorräder wurden produziert, als man sich mit den Lizenznachbauten eine solide Basis aufgebaut hatte.
Das ehemalige Jugoslawien war auch ein bekanntes Reiseziel für Motorradtouristen. Beliebte Strecken, wenn auch sehr gefährlich, waren die Serpentinenstraßen entlang der Küste des adriatischen Meeres. Ohne Mauern oder Leitplanken, nur einen halben Meter neben steil abfallenden Küsten entlang zu fahren verursacht das eine oder andere Kribbeln im Bauch.
Hier die Hersteller Jugoslawien:
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