Motorradhersteller DDR 1949-90

Flagge DDR

Geschichte der Motorradhersteller in der ehemaligen DDR ist geprägt von der Geschichte Deutschlands. Nach der Zweiteilung Deutschlands und der Gründung eines souveränen Staates 1949 wurden in der DDR vorhandene Firmen, die teilweise schon seit der Jahrhundertwende oder davor existierten, unter anderem Namen weitergeführt. So kam es verschiedentlich sogar hin bis zu Markenrechtstreitigkeiten mit Herstellungsbetrieben, die in der nun existierenden Bundesrepublik Deutschland Motorräder produzierten (Beispiele BMW und EMW). Andere Betriebe zur Motorradherstellung wurden, da in der Kriegszeit als Rüstungsfabriken umfunktioniert und als solche deklariert und klassifiziert, größtenteils demontiert. Ihre Maschinen und Materialien wurden als Reparaturzahlungen in die damalige Sowjetunion verbracht, was die Herstellung neuer Motorradmodelle auf Eis legte. Wiederum andere Motorradhersteller wurden zu Volkseigenen Betrieben umbenannt, dann in Kombinaten zusammengeschlossen und verloren damit ihren ursprünglichen Markennamen.

Interessant ist, dass der Motorradhersteller MZ auf Grund eines politischen Beschlusses 1962 die Monopolstellung bei der Motorradherstellung erhielt. Nur dort durften noch Motorräder produziert werden. Die anderen, dem IFA (Industrieverband deutscher Fahrzeughersteller) angegliederten Firmen, so auch Simson, erhielten die Beschränkung, ausschließlich Mopeds, Mokicks und Roller zu produzieren. Aber dabei entstanden Klassiker, die noch heute hochstrebende Namen tragen, wie die „Vogelserien“ mit Schwalbe, Habicht, Spatz und Sperber.

Bei dem Motorradhersteller MZ wurde der Begriff „Volksmotorrad“ geprägt. Da die Teile verschiedener Modelle universell einsetzbar waren und damit auch das Preisniveau gering gehalten werden konnte, wurden die Motorräder für einen Großteil der Bevölkerung erschwinglich. Die Wartezeiten für ein bestelltes Kraftrad waren deutlich geringer als für einen Pkw. Wegen des günstigen Preises und der Robustheit der Motorräder, fanden diese den Weg in Bundesdeutsche Versandhäuser und waren in Kreisen mit geringerem Einkommen (z. B. bei Studenten) extrem beliebt.

Obwohl mit MZ und Simson namhafte Motorradhersteller in der DDR vorhanden waren, wurden die Wende und die damit verbundene Wiedervereinigung diesen zum Verhängnis.Hier die Hersteller DDR 1949-90:

Hier die Hersteller DDR 1949-90:

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