Motorradhersteller Frankreich

Flagge Frankreich

Die Palette an Motorradherstellern aus Frankreich war riesengroß und kann auch heute noch als umfangreich betrachtet werden. Die Franzosen gehörten seit Beginn des Baus von motorisierten Zweirädern zu den Industriepionieren und den ersten Motorradherstellern.

Man denke nur an die Gebrüder Michel und Eugene Werner. Die beiden Genies waren die ersten Erfinder, die Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts den Motoreneinbau im Rahmen eines Zweirads bewerkstelligten – ein Meilenstein der Ingenieurskunst. Die Produktion von Motorrädern in größeren Stückzahlen nahm Peugeot ab dem Jahre 1899 in Angriff. Und dies technisch bald so hervorragend, dass zum Beispiel Einbaumotoren a la Peugeot zu echten Exportschlagern wurden. Gesammelte Erfahrungen im frühen Motorrad-Rennsport halfen Peugeot zudem, die Maschinen stetig weiterzuentwickeln. Der „Konzern“ Peugeot entschied aber in den fünfziger Jahren aus betriebswirtschaftlichen Gründen, die Herstellung von schweren Motorrädern einzustellen – es rechnete sich aus Perspektive der Manager offensichtlich nicht mehr. Was blieb, waren Mofas und Roller von Peugeot. Diese aber sind bis heute weltweit gefragt.

Die Zentren der Motorrad-Industrie in Frankreich waren und sind immer noch in den Ballungsgebiete Paris und Lyon zu finden. So war zum Beispiel das Unternehmen Monet et Goyon von 1917 bis zum Ende der fünfziger Jahre vor den Toren Lyons beheimatet. Nach der Übernahme der Firma Koehler Escoffier (unter Beibehaltung der Marke) hatte der Hersteller in den dreißiger Jahren ein wirklich beeindruckendes Produkt-Portfolio zu bieten. Es wurden Motorräder mit 100, 150, 175, 250, 350 und 500 ccm gebaut. In Paris produzierte von 1938 bis 1957 die Firma Roger Derny & Fils (besser bekannt unter dem einfachen Namen Derny). Das erste Produkt war ein leichtes Motorrad, das auf Teilstrecken von Straßenradrennen als so genannter Schrittmacher eingesetzt wurde, die Radrennfahrer also im Windschatten bei einem bestimmten Tempo mit sich zog;. Noch heute gibt es bei Sechstagerennen des Bahnradsports die „Derny-Rennen“. Natürlich sind dabei Nachbauten der originalen Dernys im Einsatz. Aber Derny war auch sonst eine interessante Marke, die auf Innovation setzte, vor allem in puncto Design. So wurde zum Beispiel 1956 das Leichtmotorrad Taon vorgestellt. Dessen Rahmen aus geschweißten Rohren mit Blechplattenverstärkung wurde vom Tank vollkommen verdeckt, dessen Verlängerung wiederum an das hintere Schutzblech anschloss. Auch den Scheinwerfer hatten die Franzosen in den Tank integriert. Ein echter Hingucker also, das Modell Taon von Derny.

Hier die Hersteller Frankreich:

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