Motorradhersteller Deutsche Nachkriegszeit 1945-49

Die Entwicklung der Motorrad-Industrie in Deutschland spaltete sich mit Beendigung des Zweiten Weltkrieges. In den Westzonen der Alliierten USA, England und Frankreich wurde der Übergang zur Sozialen Markwirtschaft langsam aber sicher vorbereitet, in der sowjetischen Zone der real existierende Sozialismus mit Zentralverwaltungswirtschaft unter Kontrolle der Staatlichen Plankommission. Einiges hatten die beiden Wirtschaftssysteme aber zunächst gemein: Zerstörte oder demontierte Werkseinrichtungen, Rohstoff- und Teilemangel sowie kaum qualifiziertes Personal. Mit Gründung der Bundesrepublik 1949 endeten die gröbsten Aufbauarbeiten im Westen und erste neue Motorrad-Manufakturen entstanden offiziell neben etablierten Unternehmen, die zum Teil unter neuem Namen oder in einer anderer Rechtsform in der Bundesrepublik wieder gegründet wurden. Als „Newcomer“ in Erinnerung geblieben sind sicher Anker, Schürhoff und Bismarck. Im Ostsektor wurden die ersten Staatsbetriebe schon gleich 1945 offiziell gegründet. Wie zum Beispiel EMW (Eisenacher Motorenwerk) als Volkseigener Betrieb, der 1953 schließlich den Namen VEB Automobilwerk Eisenach erhielt. Da das Eisenacher Motorenwerk 1928 von BMW übernommen worden war, die Werkshallen in diesem Falle nach dem Krieg einigermaßen brauchbar und einige Materiallager übriggeblieben waren, konnten relativ schnell eine Reihe alter BMW-Modelle praktisch unverändert oder überarbeitet weitergebaut werden. Zwischen 1945 und dem Produktionsende im Jahr 1950 fabrizierte das Werk so immerhin fast 9.000 BMW 321. Ab 1950 wurden dann nur noch Automobile gefertigt, ab 1955 der berühmte Wartburg.
Hier die Hersteller Deutsche Nachkriegszeit 1945-49:
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