Motorradhersteller Aermacchi
Anfänge
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Giulio Macchi (auch auf Grund der fehlenden Nachfrage an Militärflugzeugen) 1948 in einem Zweigwerk in Mailand die Produktion von Motorrädern. Erstes Modell war ein einfacher Typ mit einem 123-cm³-Zweitaktmotor, dem bald neue Maschinen mit OHV-Motoren folgten. Am bekanntesten waren in Deutschland die Modelle Ala rossa, Ala blu, Ala azzurra, Ala verde und Ala d’Oro mit liegendem Einzylindermotor mit 175 cm³ oder 250 cm³. Weitere Modelle waren der Zweizylinder Bicilindrica, die Roller Cigno und Ghibli sowie das aus dem Ghibli entwickelte Motorrad Monsone.
Mit den gleichen Motoren wurden auch die Modelle Chimera 175 und Chimera 250 (nur für Italien, kein Export) hergestellt, die zusätzlich eine Vollverkleidung für den Motor hatten.
Zusammenarbeit mit Harley Davidson
In den 1960er-Jahren ging die Motorradabteilung von Aermacchi eine 50:50-Kooperation mit Harley-Davidson ein. Das neu gegründete Unternehmen mit dem Namen Aermacchi-Harley-Davidson produzierte vom Standort Varese aus, Motorräder im kleinen und mittleren Hubraubereich, die sowohl in USA und Europa auf den Markt kamen. In den 1970er Jahren verschob sich der Produktionsschwerpunkt bei Alenia Aermacchi wieder mehr in Richtung Flugzeugbau. 1974 zogen sich die Italiener aus der Motorradproduktion zurück, und die Anteile wurden an Harley-Davidson (zu dieser Zeit AMF) verkauft, die bis 1978 weiterproduzierten, dann die Gesellschaft in die Liquidation führten und das Werk an Cagiva verkauften.
Motorradsport
Aermacchi-Harley-Davidson engagierte sich auch im Motorradsport. Die Entwicklung von Rennmaschinen mit Zweizylindermotoren für die 250-cm²-, 350-cm³- und 500-cm³-Klasse war sehr erfolgreich. Walter Villa gewann zwischen 1974 und 1976 insgesamt vier Mal die Motorrad-Weltmeisterschaft in den Klassen bis 250 cm³ und bis 350 cm³, jeweils auf diesen Harley-Davidson mit den Aermacchi-Motoren.
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alenia_Aermacchi
18.03.2026